Verkaufsautomaten von Stollwerck
Artikel von Gerhard Groß
Stollwerck
Das 1839 in Köln gegründete Unternehmen begann schon im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts damit, mit neuen Werbe- und Verkaufsmethoden auf sich aufmerksam zu machen. Heute sind diese Verkaufsmittel begehrte Sammelobjekte: Verpackungen, Sammelbilder, Verkaufsautomaten und Sparautomaten aus Blech. Der Erfolg der großen Verkaufsautomaten führte dazu, daß ab 1890 auch Automaten im Spielzeugformat angeboten wurden - allerdings ausschließlich für Schokolade.
Stollwerck
Verkauft wurde dieses Blechspielzeug nur komplett mit Füllung. Die Spielzeugautomaten hatten einen einfachen Mechanismus: Man konnte Rückwand und Dach abheben und so die eingeworfenen Geldstücke wieder entnehmen. Von diesem Geld sollten natürlich wieder die Stollwerck-Nachfüll-Packungen erworben werden. Es blieb aber auch immer noch ein Betrag zum Sparen übrig. Die Sparautomaten waren ein voller Erfolg: bis 1902 wurden schon 750.000 Stück verkauft. Hersteller war aber nicht Stollwerck selbst, sondern die Firma Anton Reiche aus Dresden. Die Exemplare waren meist sehr fein und in hoher Qualität bedruckt. Die wertvollsten Stücke sind heute die Automaten mit farbenfrohen Märchenmotiven. Interessant für den Spezialisten sind auch die Aufdrucke in verschiedenen Sprachen auf den Spardosen, die für den Export bestimmt waren.